Gedanken

Ein paar Zeilen für die Bikerseele!

Diese Gedanken widme ich den richtigen Bikern, jenen die so wie ich ein Motorradleben mit allen Höhen und Tiefen

Erfolgen sowie auch Mißgeschicken führen. All jenen Eisenreitern die sich über Jahrzehnte mit Leib und Seele dieser

Leidenschaft verschrieben haben und den Motorradvirus auch in dieser schwierigen motorradverachtenden heutigen Zeit

noch in sich tragen, eben wahren Motorradmenschen.

 

Grenzgänger, diese eher noch harmlose Bezeichnung bekommen wir von unseren "lieben Mitmenschen"immer  öfter zu hören.

Ich sage ja............sie haben recht, unsereins ist ein Grenzgänger (wenn auch ganz anders gemeint).

 

Vor gefühlten 1000 Jahren, in unserer Jugendzeit haben wir sicher oft aus Übermut provoziert und auch die eine oder andere

Regel gebrochen, aber gerade dadurch gelernt zu verlieren, einzustecken und wieder aufzustehen.

Doch genau diese Erfahrungen haben uns ja erst dazu gebracht so manche Grenze zu verschieben um neue Bereiche 

zu entdecken bzw.zu erobern, sogenannte Grenzbereiche.(jeder für sich seine eigenen).

 

Physikalische Grenzbereiche brauchen natürlich ein geeignetes Terrain (bei uns die Strasse egal ob befestigt oder nicht)

Wir alle wissen, Grip (Haftreibung)ist jene Kraft die das rutschen sich berührender Teile(z.B.Reifen-Strassenbelag)verhindert.

Natürlich wissen wir daß diese Haftreibung ihre Grenzen hat, aber gerade in der Überwindung dieser Grenze liegt ein essenzieller

Reiz(mehr oder weniger bei jedem verschieden stark ausgeprägt). Also gerade dieser Übergang vom stabilen in den instabilen

Bereich, je weiter wir diesen Grenzbereich hinausschieben desto größer und prägender das Erlebnis.(Denkt daran wie weit

dieser Grenzbereich von Eurer ersten Mopedfahrt und dem heute auseinander liegt.)

Gerade wenn dieser "instabile"Zustand in einen definierten, kalkulierten, übergeht und sich der "Flow"einstellt, beim umsetzten

und vor allem synchronisieren von Geschwindigkeit, Schräglage, Leistungseinsatz,Beschleunigung oder Verzögerung begleitet

von Motorvibrationen und Auspuffsound, wenn uns das optimal gelingt uns ein Lächeln ins Gesicht zaubert, dann sind wir

glücklich und lernen Grenzen spielerisch kennen. Lernen im Grenzbereich, für viele absurd, für uns einfach wunderbar!

 

Wer wie wir viel und weit unterwegs ist erlebt aber auch andere Grenzbereiche wie z.B. total überforderte Verkehrsteilnehmer,

Intoleranz uns gegenüber bis zum Exzess. Hoffnungslos verstaute und im Verkehrschaos versinkende Städte zeigen auch

neue Grenzgebiete auf. Ebenso kann man bei flotter Fahrt den Grenzbereich der Exekutive kennen lernen.(Ist in der Schweiz gleich 0 )

 

Diese Zeilen sind jedoch für Zweiradmenschen, die keine km scheuen und fernab dieser Widrigkeiten auf den schönen, abgelegenen

Gebirgsstrassen oder im freien Hinterland ihr Glück suchen geschrieben. Jenen geradlinigen Typen, welche die Gabe der feinfühligen

Sensorik besitzen die Ihnen erlaubt die Ästhetik eines kurvigen Strassenverlaufes zu erleben, Mopedisten die etwas spüren wenn

sie das Asphaltband sehen, die manchmal auch auf der schönsten Paßstrasse einfach anhalten um sich dem Gefühl des Augenblicks

hinzugeben. Wenn das Herz klopft, der heiße Motor in der Stille knistert, dann,ja dann flimmert Leidenschaft in der Luft!

Es ist Balsam für die Seele, Zeichen des Seins, des Lebens und der Freude für....................... "Grenzgänger" auf 2Rädern!

Ich bin gerne einer von Ihnen !!!!!!

 

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